Geburtstagskuchen Nr. 1

Theo hat seinen 1. amerikanischen Geburtstag gefeiert. Nun ist der Kleine offiziell 5. Und also auch so alt, wie er aussieht (amerikanische Kinder sind im Verhältnis kleiner).

Ich hatte mich zuvor in der Kita erkundigt, was denn mitgebracht werden dürfe. Vor einigen Wochen hatte ich erlebt, wie zukersüße Frosting-Cupcakes erst beim Abholen ausgehändigt wurden. Die Erzieher hätten den Zuckerschock der Kinder sonst nicht überlebt. Kekse oder ein „trockener“, leicht zu schneidender Kuchen seien aber in Ordnung zur Teezeit.

Also gab es einen traditionellen Gugelhupf zum Ehrentag samt amerikanischer Schokofünf und Kerze. Als ich Theo vom Kindergarten abholen wollte, saß die Gruppe gerade am Tisch und bekam den Gugelhupf aufgetischt. Die Blicke der Kinder zeugten von grenzenloser Enttäuschung. Kein Geburtstagskuchen. Sondern Brot. Denn so wird Kuchen in Kastenform hier genannt. Kuchen ist hier Torte oder wenigstens Teig mit gaaaanz viel Icing (keine Ahnung, was da genau drin ist, auf jeden Fall viiiiiiiel Zucker).

Auch die Erzieher wussten nicht genau, was sie sagen sollten. Also fragten sie mich höflich, was denn im Kuchen drin sei?

Ich: „Hm, also das ist ein ganz normaler Kuchen.“

Keine Reaktion.

Ich: „Also da ist Mehl drin und Butter und Eier…“

Erzieherin: „Und Zucker?“

Ich: „Ja, klar.“

Erzieherin: „Kinder, da ist Zucker drin!“

Allgemeines Aufatmen, die Kinder nahmen ihre Löffel und futterten den Kuchen. Puh! Gerade nochmal gut gegangen!

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