Kinderglueck

Sollten sich unsere Kinder spaeter an eine Kindheit voller Freiheiten und unendlichem Spiel erinnern, dann dank Covid-19. Klar, in Deutschland haben sie auch gespielt ohne Ende, aber natuerlich mit Kitastruktur. Und ausserdem, wer erinnert sich schon langfristig aktiv an seine ersten 5-6 Lebensjahre?

Aber nun herrschen Bullerbue-Sommerferien-Verhaeltnisse: Ausschlafen bis 9.00. Fruehstueck mit Pfannkuchen wann immer uns der Sinn danach steht. Den Vormittag ueberstehen sie ab 9.30 Uhr einigermassen widerwillig mit Schuleinheiten. Ab 11.30 Uhr schweben sie im Spielehimmel zwischen ihren 2 Baeumen, dem voellig zugemoelten (sie sagen bespielten) Wohnzimmer, der Einfahrt, der Garage, dem Garten und rennen um den Block.

Aufmerksame Nachbarn schicken uns ab und an Standortmeldungen mit dem Hinweis „Nur damit ihr Bescheid wisst“, ansonsten haben die beiden jetzt Walkie Talkies, das hilft bei der Kommunikation auf bis zu 3 km Entfernung (mehr als 600m bewegen sie sich allerdings nicht weg bisher).

Anfangs war meine grosse Sorge, dass sie nicht genuegend Spielsachen haetten fuer wochenlanges Zuhausesein. Freunde liehen uns 4 Kisten Playmobil daraufhin. Stellt sich heraus: Die beiden spielen vorzugsweise mit Pappkartons, Erde, Stoeckern, Seilen und Steinen. Ausserdem baut sich Theo aus ALLEM Gewehre und Pistolen. Eine Kugelbahn? Yeah, das perfekte Gewehr. Der Fuss seiner Pinata, die perfekte Pistole. Eine Luftpumpe, das perfekte, na, ihr wisst schon. So geht das den ganzen Tag.

Gut, manchmal spielt Toni auch mit mir ein Gesellschaftsspiel, dankenswerter Weise. Weil ich nun mal nicht so auf Seilklettern und schiessen stehe. Also duellieren wir uns nun bei Qwirkle und Schloss Schlotterstein und Guess Who. Endlich ist es soweit und jemand spielt wieder mit mir. Wie schoen. Wozu haelt man sich schliesslich Kinder.

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