Einkaufen zu Coronazeiten

Das Einkaufen hat sich drastisch veraendert in den letzten 7 Wochen, wie halt ueberall auf der Welt. Es begann mit Abstand halten ohne Masken vor 7 Wochen. Dann trugen wir Masken. Dann begannen alle Laeden damit, die Zahl der Kunden zu regulieren, es bilden sich also lange Schlagen vor den Laeden. Der 2m Abstand ist auf dem Boden gut sichtbar gesprayt. Dann wurden alle Einkaufswagen nach jedem Kunden desinfiziert und inzwischen verteilen viele Laeden sogar Einmalhandschuhe wahlweise in Groesse S, M oder L. In der Handtasche und im Auto hab ich dann noch selbsthergestelltes Desinfektionsmittel fuer Danach. Ich hoffe, das reicht, um gesund zu bleiben!!

Und ich denke mir: O Mann, wie naiv war ich eigentlich noch vor wenigen Wochen? Der Virus war schon damals derselbe, aber wir haben uns erst allmaehlich angefangen, zu schuetzen. Irgendwie verrueckt, wie lange die Anpassung gedauert hat. Und gleichzeitig erstaunlich, wie natuerlich es fuer die Kinder inzwischen ist, zur Seite zu springen beim Anblick anderer Menschen.

Mal kurz schnell was einkaufen, das war gestern. Heute geh ich alle 14 Tage in meine 2 Laeden, jeder Einkauf dauert 1,5-2 Stunden mit Wartezeit und ziemlich egal zu welcher Uhrzeit. An der Kasse fragte die Kassiererin mich: Kaufen Sie fuer ne laengere Zeit ein? Ich nickte. Und haette hinzufuegen sollen: Und fuer 3 erstaunlich hungrige Menschen (plus mich).

Isolation macht hungrig. Oder die Kinder wachsen gerade. Oder beides. Und ich stelle fest, dass ich interesssante Panikkaeufe taetige. Seit Wochen vergeht kein Einkauf, ohne dass ich Eis mitnehme. Da muss mein Unterbewusstsein ganz stark am Werk sein. Denn ich esse es gar nicht so oft, waehrend unser Gefrierfach vollgestopft ist mit Erdbeer-, Vanille, Karamell-, Cookie-, Limonen-, Irgendwasamerikanisches- und seit heute Pistazzieneis plus die obligatorischen Bio-Saft-Wassereise, ohne die kein Kind in Berkeley leben kann.

Mein anderes Seelenfutter ist Joghurt in allen Formen. Einfacher Joghurt, Griechischer Joghurt, Trinkjoghurt und auch mal ein Kefir, unser Kuehlschrank ist wirklich gut damit gefuellt. Und wieder: Ich esse das zwar gern, aber gar nicht mal so regelmaessig, wie meine Einkaeufe suggerieren. Aber es beruhigt mich, dass ich es essen kann. Wenn es mir schlecht geht. Psychisch zum Beispiel. Weil wir seit 8 Wochen kaum Menschen sehen und wenn, dann mit mindestens 2m Abstand. Weil ich dafuer meine 3 Lieblingsmenschen 24/7 sehe. Was macht eigentlich 24x7x7x11? Definitiv zu viele Stunden, bei aller Liebe. (Bis Ende Mai gehen unsere Ausgehbeschraenkungen hier… Das waren dann 11 Wochen…)

Ansonsten kauf ich definitiv mehr Bier und Wein fuers Herze. Und Mehl. Haben sogar dunkles Roggenmehl gefunden, leider nur in der 25kg Packung, aber nun gibt es leckeres, dunkles Brot bei uns. Wenngleich immer noch weit entfernt von Schwarzbrot. Da braeuchten wir wohl Malz zum Faerben.

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