„Habe ich Sie richtig verstanden?“ – Kundenservice

Heute hab ich 2 Stunden vertelefoniert und nichts erreicht. Es ging um Krankenkassenzeug. Die lästige neue Brille, durch die ich nicht gut sehen kann. Und Zahnarzttermine.

  1. Anruf: ein Roboter geht ran. „Bitte nennen sie ihren Nachnamen und buchstabieren sie ihn dann.“ – „hm, Pelz“ – „Ihr Name ist N? Hab ich das richtig verstanden?“ – „Nein.“ – „Ok, mein Fehler. Verzeihen Sie bitte. (Nö!) Bitte buchstabieren sie noch einmal.“ Diesmal klappt es, aber wir spielen das Spiel noch für den Vornamen und das Geburtsdatum. Bis endlich ein echter Mensch an die Strippe kommt. Der so Seelsorgequatsch sagt wie: „Sie müssen selbst wissen, was die beste Lösung für sie ist. “ – Ich: „Ich möchte eine Brille, durch die ich sehen kann.“ – Er: „Aber welche Lösung schlagen sie vor.“ – Ich: „Dass ich bei einem Dritten meine Brillengläser überprüfen lasse, um rauszufinden, wer Recht hat (Optiker oder Augenarzt).“ – Er: „Ja, das müssten sie dann selbst zahlen.“ – Ich: „Und was schlagen Sie vor?“ – Er: „Ich kann sie nur über ihren Vertrag informieren. – Ich: „Und bei wem kann ich mich beschweren?“ – Er: „Bei mir.“ – Ich: „Aber sie können mir nicht helfen?“ – Er: „Sie müssen selbst wissen, was das Beste ist.“ – Ich: „Ok, ich meld mich wieder.“ – Er: „Füllen sie doch bitte noch unsere Umfrage aus nach Ende des Telefonats.“ Hab ich gemacht, war nicht gut für ihn.

2. Anruf: Ich will Vorsorgetermine beim Zahnarzt ausmachen. Für die Kinder und mich. Die Dame im Call-Center spricht schlechteres Englisch als ich. Und unsere Akzente verstehen sich nicht gut. So muss ich alles 4x buchstabieren und sie muss alles 2x wiederholen. Irgendwann hat sie alle Informationen. 3 Termine sind gebucht. Bis ich frage, ob die Kinder auch beim Kinderzahnarzt angemeldet seien? Das weiss sie nicht. Kann es auch nicht rauskriegen. Aber zur Arztpraxis könne sie mich durchstellen (30 Minuten nach Beginn des Telefonats und nach exakt 1 Terminabsprache halte ich das für eine super Idee.). Naiv wie ich bin. In der Arztpraxis geht sofort eine Dame ran und ruft: „Kann ich sie kurz in der Leitung lassen?“ – Ja, antworte ich Dummchen. Denn das war ihr letztes Wort. 30 Minuten höre ich mir Werbungen für strahlendes Lächeln und Zahnspangen und regelmässige Zahnarztbesuche mit der gesamten Familie an. Dann reicht es mir. Freitag geh ich zu meiner Kontrolle. Vielleicht erreiche ich ja vor Ort mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.