Playdate: der Kulturschock

Playdates sind was Fantastisches. Man kann sie ganz einfach verabreden mit Eltern, die man nicht kennt fuer Kinder, die ich auch nicht kenne. Aber Toni oder Theo. Es bedarf normalerweise keiner langen Erklaerungen. Man sagt einfach: T hat gefragt, ob er/ sie ein playdate haben darf mit XY? Und normalerweise sind die anderen Eltern offen und freundlich.

So war es auch dieses Mal. Theo wollte eine Klassenkameradin zu uns einladen zum spielen. Also schrieb ich ihrer Mutter. Keine Reaktion. Ich traf ihren Vater in der Schule, stellte mich kurz vor. Einen Tag spaeter die Antwort. Ja, sie freue sich, dass die Kinder befreundet seien. Aber, also, das sei das erste Mal fuer sie, dass ihre Tochter zu einer Familie eingeladen sei, die sie nicht kenne… Und da wisse sie jetzt nicht genau. Das sei ihr ganz unangenehm. Waeren dann nur Theo und ich da? Oder noch wer?

Ich las die Mail, holte tief Luft und schrieb: Ich verstehe das vollkommen. Wir koennen uns auch auf einem Spielplatz treffen oder du bist herzlich eingeladen, da zu bleiben. Was dir lieber ist.

Sie entspannte sich merklich und wir verabredeten, dass sie ihre Tochter zu uns bringen wuerde fuer einige Stunden. Am Ende blieb sie doch da. Aber nur, weil wir Muetter uns natuerlich verquatschten.

Als ich die Geschichte im Seelsorge-Kurs erzaehlte, fand das niemand ungewoehnlich. „Bevor meine Kinder zu irgendwem gehen, will ich alles ueber die Familie wissen. Und ein Fuehrungszeugnis sehen. Man weiss ja nie.“ Kein Scherz.

Ok. Im Vergleich dazu war das alles ziemlich entspannt.

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