Dem Teufel auf der Spur

„Bumpass Hell“ heißt ein Bereich im Lassen Volcanic Park. Also „Buckel Arsch/ Dummkopf Hölle“. Für die Kinder und mich eine klare Sache. Hier wohnt der Teufel höchstpersönlich. Auf dem Hinweg erzählte ich also den Kindern alles, was die biblischen Geschichten über den Teufel so hergeben. Und auf dem Rückweg nochmal, weil T&T alles so spannend fanden.

Was den Wanderweg so besonders macht (mal abgesehen von meinen Geschichten): Man läuft auf 5km durch unterschiedlichste Flora und Fauna. Durch herrliche Wälder, vorbei an blubbernden Seen, durch üppig blühende Alpenwiesen, karge Wälder. Und ist dann schließlich auf dem Mond gefühlt. Weißer Stein blendet die Augen. Es stinkt nach faulen Eiern. Die Erde blubbert. Hier den Weg zu verlassen, kann zu lebensgefährlichen Verbrennungen führen. Haben natürlich trotzdem Touris gesehen, die das Wagnis eingegangen sind…

Ich war ehrlich schwer beeindruckt. Sowas hab ich noch nie zuvor gesehen. Dass es kochend heiß aus der Erde blubbert und spritzt. Dass die Erde zeigt, wie viel Kraft und Energie in ihr steckt. Eine Stunde lang starrte ich einfach nur auf die Schlammlöcher. Ist mir völlig verständlich, dass sich Menschen so die Hölle ausgemalt haben. Wo das Bekannte plötzlich unter dir zusammenbricht und dich in die Tiefe zieht. Wo der Gestank dich schwindelig werden lässt. Und wo das grelle Licht erst Augenschmerzen verursacht und dann Kopfschmerzen.

T&T waren so begeistert, dass sie keinerlei Müdigkeit auf dem Rückweg verspürten. Stattdessen rannten sie die letzten 3km und sprangen mit ihrem Papa um die Wette. Wir fragen uns langsam, was wir tun müssen, um die beiden mal so richtig körperlich auszupowern. Läppische 10km Wanderung reichen offensichtlich nicht.

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