Ferien!

Toni hat Sommerferien! 10 Wochen lang! Das ist klasse. Und echt lang. Jedenfalls für Eltern. Die meisten Kinder verbringen ihren Sommer in wöchentlichen Camps. Eine Art Ferienprogramm vor Ort. Zur Auswahl steht alles, was man sich wünschen kann. Wenn man es sich leisten kann. Die meisten Camps kosten zwischen $300 und $450 pro Woche/ pro Kind.

Ein solches Camp unterhält auch unsere amerikanische Landeskirche hier. Malerisch in den Bergen gelegen, 20 min vom Strand entfernt (mit dem Auto), liegt Mt. Cross. 7 Wochen lang bietet es Camps an für Familien und Kinder, Jugendgruppen und „special friends.“ Und in jeder Woche brauchen sie einen Sherpa, einen Pastor als Seelsorger für die Mitarbeiter. Mein perfekter Sommerjob.

Also packten Toni und ich unsere Koffer und reisten ins Camp. Es ist perfekt: Wir haben ein Zimmer, bekommen 4x am Tag echt amerikanisches Essen, lernen die christlichen Jugendlieder, baden, basteln, wandern, lesen. Toni darf alles mitmachen, was im Camp angeboten wird. Ab und an führe ich Seelsorgegespräche. Dazu eine Miniandacht am Tag. Fertig. Kostenloser Urlaub für uns beide.

Das Essen bringt Toni zum Juchzen und zum Verzweifeln. Pizza und Taco-Schüssel, Pancakes und Obst sind super. Aber Wurst-Fladen zum Frühstück? Oder frittierte Bratkartoffeln? Süßes Maisbrot zu Chili con Carne? Alle anderen überfutterten sich an „Grilled Cheese“ (2 ziemlich nüchterne Toastscheiben mit viel Käse dazwischen, gegrillt), Toni isst Gurken. Selbst der Nachtisch ist Toni eigentlich immer zu süß. Einige Tage lebte sie von der Salatbar. Na, das gehört alles zur amerikanischen Erfahrung dazu.

Nächstes Jahr kommen wir hoffentlich trotzdem wieder.

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